Was meine zwei großen Lieben verbindet: Reisen und Malen
Es gibt zwei Dinge in meinem Leben, die mich auf ganz besondere Weise tragen, nähren und zu mir selbst zurückführen: das Reisen und das Malen. Wenn ich reise, öffnet sich etwas in mir. Neue Landschaften, andere Farben, fremde Gerüche, das Licht eines Ortes, die Weite des Meeres oder die Stille einer abgelegenen Gegend — all das berührt mich auf einer tiefen Ebene. Reisen bedeutet für mich, Gewohntes hinter mir zu lassen, mich aus vorgegebenen Strukturen zu lösen und offen zu werden für das, was gerade ist. Ganz ähnlich erlebe ich das Malen.
Auch beim Malen betrete ich einen Raum ohne Begrenzung. Einen Raum, in dem keine gesellschaftlichen Normen zählen, kein Müssen, kein Funktionieren. Es gibt dann nur mehr den Moment, die Farbe, die Bewegung, das Spüren. Ich folge keinem äußeren Anspruch, sondern einer inneren Wahrheit. Das Bild entsteht aus dem Augenblick heraus — frei, intuitiv und lebendig. Sowohl das Reisen als auch das Malen bringen mich in mein Zentrum. Sie führen mich weg vom Lärm des Alltags und hin zu dem Ort in mir, der still, klar und frei ist. Dort, wo ich nicht bewertet werde. Dort, wo ich einfach sein darf.
Vielleicht liebe ich beides deshalb so sehr, weil sie mich an etwas Wesentliches erinnern: an meine eigene Freiheit. Freiheit bedeutet für mich nicht nur, unterwegs zu sein oder schöpferisch zu arbeiten. Freiheit bedeutet, mich selbst zu spüren. Ohne Einschränkung. Ohne Rollen. Ohne Erwartungen von außen. Reisen und Malen schenken mir genau das. Sie lassen mich atmen, wahrnehmen, loslassen und neu sehen. Oft sind es gerade die Reisen, die meine Malerei nähren. Die Begegnungen, Stimmungen und innere Bewegungen fließen in meine Bilder ein. Und umgekehrt wird auch das Malen selbst zu einer Reise — nach innen, in unbekannte Räume, zu neuen Ausdrucksformen und oft auch zu überraschenden Erkenntnissen. Beides gehört für mich untrennbar zusammen. Reisen erweitert meinen Blick auf die Welt. Malen vertieft meinen Blick nach innen. Und irgendwo dazwischen entsteht das, was mich ausmacht. Meine Kunst ist deshalb auch immer eine Spur meiner Reisen. Und meine Reisen sind immer auch ein Weg zu neuen Bildern.
Vielleicht ist genau das die Verbindung zwischen diesen beiden großen Lieben:
Dass sie mich lebendig machen.
Dass sie mich frei machen.
Und dass sie mich immer wieder zu mir selbst zurückbringen.
What Connects My Two Great Loves: Traveling and Painting
There are two things in my life that carry me, nourish me, and bring me back to myself in a very special way: traveling and painting. When I travel, something opens within me. New landscapes, different colors, unfamiliar scents, the light of a place, the vastness of the sea, or the silence of a remote area — all of this touches me on a deep level. For me, traveling means leaving the familiar behind, freeing myself from given structures, and opening up to whatever is present in the moment. I experience painting in a very similar way.
When I paint, I also enter a space without limits. A space where social norms no longer matter, where there is no pressure, no need to function. There is only the moment, the color, the movement, the feeling. I do not follow any outer expectation, but an inner truth. The painting emerges from the moment itself — free, intuitive, and alive. Both traveling and painting bring me back to my center. They lead me away from the noise of everyday life and toward that place within me that is quiet, clear, and free. A place where I am not judged. A place where I can simply be. Perhaps I love both so deeply because they remind me of something essential: my own freedom. For me, freedom does not only mean being on the move or creating art. Freedom means feeling myself. Without limitation. Without roles. Without expectations from the outside. Traveling and painting give me exactly that. They allow me to breathe, to perceive, to let go, and to see anew. Very often, it is my travels that nourish my painting. Encounters, moods, and inner movements flow into my works. And in return, painting itself becomes a journey — inward, into unknown spaces, toward new forms of expression, and often toward surprising insights. For me, the two are inseparably connected. Travel expands my view of the world. Painting deepens my view inward. And somewhere in between, that is where what defines me begins to emerge. That is why my art always carries traces of my journeys. And my journeys are always a path toward new paintings. Perhaps that is exactly what connects these two great loves:
That they make me feel alive.
That they make me feel free.
And that they always bring me back to myself.




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