Beziehungen zwischen Naturraum, Kultur und Wahrnehmung

Uns zieht es hinauf in die Höhe der Berge. Dort entstehen Räume von Ruhe, Weite und Verbundenheit. Mit jedem Schritt und mit jedem Blick öffnen sich neue Ebenen der Wahrnehmung – in der Landschaft ebenso wie im Denken.

Aus dieser Erfahrung entwickeln sich erste Entwürfe für meine Artist in Residence in Filzmoos im September. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die charakteristische Form der Bischofsmütze mit diesem markanten Gipfel in einen bildnerischen Zusammenhang setzen lässt. Dabei geht es weniger um eine geografische Gegenüberstellung als um formale, atmosphärische und symbolische Resonanzen zwischen unterschiedlichen Landschaftsräumen.

Am Fuß des Berges liegt ein abgeschiedenes Kloster, eingebettet in die natürliche Umgebung. Das Zusammenspiel von Fels, Vegetation, frischem Wasser und den differenzierten Farbwerten der Landschaft schafft einen Ort von hoher visueller und inhaltlicher Dichte. Aus nahezu jedem Blickwinkel eröffnen sich neue Beziehungen zwischen Naturraum, kultureller Setzung und subjektiver Wahrnehmung.

Diese Eindrücke bilden einen ersten konzeptionellen Ausgangspunkt für die kommenden Arbeiten: eine Annäherung an Landschaft nicht nur als Motiv, sondern als Trägerin von Erinnerung, Verbindung und innerer Bewegung.

 

 

We are drawn upward into the heights of the mountains. There, spaces of calm, vastness, and connectedness emerge. With every step and every glance, new layers of perception open up — within the landscape as well as within thought.

From this experience, initial ideas for my artist residency in Filzmoos this September begin to take shape. At the center is the question of how the distinctive form of the Bischofsmütze can be brought into a visual relationship with this striking peak. The focus is less on a geographical comparison than on formal, atmospheric, and symbolic resonances between different landscapes.

At the foot of the mountain lies a secluded monastery, embedded in its natural surroundings. The interplay of rock, vegetation, fresh water, and the differentiated tonal values of the landscape creates a site of great visual and conceptual density. From almost every angle, new relationships emerge between natural space, cultural inscription, and subjective perception.

These impressions form an initial conceptual point of departure for the works to come: an approach to landscape not merely as motif, but as a carrier of memory, connection, and inner movement.

 


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